„Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt.“

– aus Afrika

Aktuelles

Datum Event
November/Dezember 2025 Arbeitsbesuch Florian in Nawanyago
Sonntag, 7. Dezember 2025 Weihnachtsmarkt in Gemmingen, ab 15.00 Uhr, Verkauf ugandisches Kunsthandwerk, Vanille, Kaffee, Tee direkt von Erzeugern in Uganda
Januar 2026 Gruppenreise nach Uganda

27.11.2025: Neues von Tusiima Nawanyago e.V.

Liebe Mitglieder, Schulpaten, Freunde und Förderer von Tusiima Nawanyago e.V.,

ein weiteres unglaublich ereignisreiches und erfolgreiches Jahr für unseren Verein und ganz besonders für das Health Centre in Nawanyago neigt sich dem Ende zu. Aktuell hat unser Verein 141 Mitglieder, was einen Zuwachs von 25 Mitgliedern dieses Jahr bedeutet. Daneben bestehen 69 Schulpatenschaften, die Kindern in Nawanyago den Schulbesuch ermöglichen.

Nachdem mein Mann und ich im Januar diesen Jahres den ersten Kaiserschnitt in Nawanyago miterleben durften, wurden mittlerweile im OP unseres 2024 eingeweihten St. Thomas Gebäudes 41 Kaiserschnitte durchgeführt. Alle diese Mütter und ihre Babies hätten deutlich schlechtere oder keine Überlebenschancen gehabt, wenn man sie in andere Krankenhäuser – meist zu spät – hätte verlegen müssen.

Da insbesondere die Kaiserschnitt-Babies deutlich geschwächter zur Welt kommen, hat sich im Verlauf des Sommers gezeigt, dass wir dringend eine bessere Versorgung für diese Neugeborenen nach der Geburt benötigen – eine sogenannte NICU (Neugeborenen-Intensivstation).

Dank unserer Teilnahme am WirWunder-Spendenmarathon der Kreissparkasse Heilbronn auf der Plattform betterplace.org ist es uns noch während des 4wöchigen Besuchs von Sister Angela (Leiterin des Health Centres) in Gemmingen, gelungen das benötigte Geld zur Finanzierung zusammen zu bekommen.

Wir waren deshalb in der Lage innerhalb von ein paar Wochen zum Beispiel ein spezielles Sauerstoffgerät mit entsprechendem Zubehör, ein Photo-Therapiegerät zur Behandlung der Neugeborenen-Gelbsucht, neue Säuglingsbetten und eine Vielzahl weiterer medizinischer Geräte zu erwerben. Zeitgleich hat  das Personal in Nawanyago zur Fortbildung in größeren Kinderstationen hospitiert und ist nun in der Lage Neugeborene optimal zu versorgen.

Wir freuen uns deshalb sehr, Ihnen heute John Paul aus Nawanyago vorstellen zu dürfen. Der kleine Junge wurde am 19. November 2025 in der 30. Schwangerschaftswoche mit 1,5 kg Geburtsgewicht im Health Centre geboren. Dank unserer neueingerichteten NICU konnte er vor Ort sicher mit allem medizinisch Notwendigen versorgt werden. Seine Mama Annet ist unendlich dankbar, da sie bis dahin 7 Fehlgeburten erlitten hatte. Mit Einsetzen der vorzeitigen Wehen war sie zuvor immer nach Jinja, die nächstgelegene größere Klinik, verlegt worden, wo man bei Ankunft jeweils nichts mehr für das Kind tun konnte. Das Team in Nawanyago ist unglaublich stolz, dass nun die technischen Voraussetzungen und das medizinische Knowhow in Nawanyago vorhanden sind.

In Nawanyago gibt es nicht nur eine Vielzahl von Kaiserschnittgeburten, auch die Anzahl der Geburten steigt rasant an, da sich mittlerweile herumgesprochen hat, dass man im Health Centre medizinisch bestens betreut und versorgt wird. Im Gegensatz zu anderen Krankenhäusern ist das Infektionsrisiko in Nawanyago minimal, da ein „german standard hospital“ wie Sister Angela  stolz feststellt .

Wie Sister Angela bereits im Sommer erzählte, gibt es Tage an denen bis zu 5 Geburten gleichzeitig stattfinden. Derzeit gibt es nur einen kleinen Kreissaal mit 2 Liegen, für mehr Gebärende ist kein Platz vorhanden, sodass die Frauen teilweise während der Wehen auf dem Boden liegen müssen.

Unser Ziel ist es deshalb, in absehbarer Zeit als nächstes größeres Projekt einen Anbau für einen größeren Kreissaal zu erstellen und in den bestehenden Kreissaal die NICU umzuziehen. Die Planungen hierfür laufen bereits und wir gehen davon aus, im Februar 2026 mehr Informationen zu haben.

Wir bitten deshalb auch dieses Jahr wieder herzlich um Ihre Unterstützung für unser gemeinsames Vorhaben, die Gesundheitsversorgung in Nawanyago zu verbessern.

Unser Spendenkonto bei der Kreissparkasse Heilbronn lautet: IBAN DE08 6205 0000 005030 26.

Bei Angabe der Adresse erhalten Sie automatisch eine Spendenbescheinigung zugesandt, die steuerlich absetzbar ist. DANKE IM VORAUS FÜR IHRE SPENDE!

Unsere Arbeit können Sie auch bei einem Besuch des Gemminger Weihnachtsmarktes am Sonntag, 7. Dezember 2025 unterstützen. Im Obergeschoss des neuen Rathauses finden Sie an unserem Stand ab 15 Uhr originelle Geschenkideen wie Tücher, Taschen, Schmuck, Stoffe, u.v.m. aus Uganda. Erstmals verkaufen wir auch Vanille in Bio-Qualität und Kaffee direkt von den Erzeugern in Uganda. Daneben gibt es wie immer Informationen zu unserem Verein und natürlich kann man auch direkt Mitglied werden oder eine Schulpatenschaft übernehmen.

Alle Spenden und Verkaufslöse fließen wie immer zu 100 % ohne Abzug in unsere Projekte nach Uganda, das garantieren wir. Mitgliedsbeiträge und Schulpatenschaften sind auch steuerlich absetzbar. Mehr Infos jederzeit gerne auch telefonisch oder per E-Mail.

Im Sommer 2025 haben wir auch unsere Info-Broschüre grundlegend überarbeitet und aktualisiert – gerne senden wir Ihnen auf Wunsch ein Exemplar zu.

Einen Jahresrückblick über alle unseren Aktivitäten gibt es wie jedes Jahr kurz vor Weihnachten.

Bis dahin herzliche Grüße  – tuna labagana.

23.10.2025: Ein Koffer geht auf Reisen – oder wie Kaffee und Vanille nach Gemmingen kommen

Wie kommt eigentlich unsere Vanille, Kaffee und Tee und vieles mehr von Uganda nach Gemmingen? Immerhin liegen wir rund 6.000 km Luftlinie voneinander entfernt. Manchmal müssen wir deshalb ungewöhnliche Wege beschreiten, wovon wir heute berichten.

Diesen Sommer war Sister Angela aus Nawanyago bekanntermaßen mehrere Wochen bei uns zu Besuch. Natürlich hatte sie in ihrem Gepäck auch Vanille von der Mountains of the Moon Farm von Clemens Fehr sowie Kaffee von der Mable Coffee Farm. Beide Farmen liegen in der Nähe von Nawanyago und produzieren hervorragende Ware, die Vanille ist in Bio-Qualität. Da wir diese Produkte direkt von den Erzeugern beziehen (wie fast auch unser gesamtes Kunsthandwerk), liegt der Großteil der Wertschöpfungskette in Uganda und die Menschen vor Ort profitieren maßgeblich davon. 

Der Koffer ging dann gleich wieder mit Sister Angela, voll mit medizinischer Ausstattung und Babykleidung, zurück nach Nawanyago. Da wir fast ausverkauft waren, wurde er in Nawanyago sofort wieder mit Vanille, Kaffee und Tee gefüllt und von unserem Fahrer Freddie in Kampala unserem Mitglied Nelly übergeben, die ihn im Flieger mit nach Berlin nahm. Von dort gelangte er dann mit Nelly im Flixbus zu ihrem Studienort Dresden. Jetzt war er also in Dresden angekommen und musste „nur“ noch, möglichst kostenlos, nach Gemmingen.

Zum Glück arbeitet unser 2. Vorstand Andreas Geiger für die Härdtner-Gruppe, Neckarsulm. Und zum Glück gibt es Mathias Hüter von der Otterndorfer Mühlenbäckerei in Dresden, einem Tochterunternehmen der Härdtner-Gruppe. Nelly hat also den Koffer in die nächstgelegene Bäckerei-Filiale gebracht, von dort wurde er in die Zentrale der Otterndorfer Mühlenbäckerei transportiert, von Mathias Hüter übernommen und mit nach Baden-Württemberg genommen. Nach einem Zwischenstopp in Heidelberg, konnte er dann erfreulicherweise an Andreas in Neckarsulm übergeben werden und ist so letztendlich wieder bei uns in Gemmingen gelandet. Der Inhalt war noch genauso wie gepackt in Nawanyago und wartet jetzt auf viele Käuferinnen und Käufer. Selbstverständlich fließt auch unser Verkaufserlös wie immer komplett in unsere Projekte in Uganda.

18.09.2025: WirWunder – Spendenmarathon der Kreissparkasse Heilbronn

Vor kurzem haben wir erstmals mit großem Erfolg am Spendenmarathon WirWunder der Kreissparkasse Heilbronn auf der Plattform Betterplace teilgenommen. Wir wollten Spenden sammeln für die Einrichtung einer Neugeborenen Intensivstation in Nawanyago und haben dabei unser Spendenziel von 6.000 Euro dank 30 Einzelspenden sogar übertroffen. Zusätzlich durften wir uns über den Bonus der Kreissparkasse in Höhe von rund 1.300 Euro freuen, wofür wir herzlich danken. 

Sister Angela war wegen dieser guten Nachrichten auf dem Rückweg nach Nawanyago gleich noch zusammen mit Dr. Martin, dem Arzt in Nawanyago zu Besuch beim St. Jude Medical Store in Kampala. Dort beim Geschäftsführer Collins kaufen wir immer die medizinische Ausstattung, sofern sie in Uganda zu bekommen ist. Bestellt wurden u.a. Inkubator- und Wärmebett, mehrere Neugeborenen-Bettchen, Gerät für die Photo-Therapie. Es wird also bald in Nawanyago sogar eine sogenannte NICU, eine Neugeborenen-Intensivstation geben – für alle Beteiligten ein wirkliches Wunder! Dr. Martin und mehrere Hebammen werden im Verlauf des Herbstes jeweils einwöchige Praktika in einer großen NICU in Jinja absolvieren, um so bestens gerüstet zu sein für die medizinische Versorgung der Neugeborenen.

Sobald das Projekt vollständig umgesetzt ist, werden wir darüber berichten.

20.07.2025: Mitgliederversammlung 2025 und erneute Fördermittel des Landes Baden-Württemberg durch die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit (SEZ)

Unsere diesjährige Mitgliederversammlung fand ebenfalls während des Besuchs von Sister Angela statt. Zahlreiche Mitglieder haben daran in Präsenz oder digital teilgenommen. Sister Angela hat dabei ausführlich über die Arbeit vor Ort in Nawanyago und die in den letzten Jahren durch die Unterstützung unseres Vereins erreichten umfassenden Verbesserungen, berichtet. Sie bedankte sich bei allen Mitgliedern, Pateneltern und allen weiteren Spendern und Unterstützern für dieses unglaubliche Engagement.

Der Höhepunkt der Mitgliederversammlung erfolgte danach durch die Übergabe eines symbolischen Förderschecks in Höhe von 15.000 Euro von der Stiftung Entwicklungszusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ), durch unseren Schirmherrn Dr. Michael Preusch. Bereits zum zweiten Mal nach 2022 durften wir uns damit über die finanzielle Unterstützung des Landtags und des Staatsministeriums Baden-Württemberg über die SEZ freuen. Dieses Jahr fließen die Gelder in die Anschaffung eines Kühlschranks für die Blutbank, die Klimatisierung des Operationssaals, der Intensivstation und des Labors sowie in die Einführung eines Patientendatenmanagementsystems mit Hard- und Software. „Damit wird sich die medizinische Versorgung in Uganda weiter verbessern. Ich freue mich, das Engagement von Tusiima Nawanyago e.V. in Gemmingen unterstützen zu dürfen“, so Dr. Preusch in seiner Laudatio.

Auch Neuwahlen standen auf der Tagesordnung der diesjährigen Mitgliederversammlung, die unter der Leitung von Bürgermeister-Stellvertreterin Gabriele Walch durchgeführt wurden. Kerstin Weber-Kistler bleibt 1. Vorsitzende. Nach dem Ausscheiden von Lennart Schönemann, der das am des 2. Vorsitzenden von Beginn an ausgeübt hatte, wurde zum neuen 2. Vorsitzenden Andreas Geiger aus Stebbach gewählt. Neue Kassenwartin ist Elke Thomas aus Eppingen-Rohrbach. Wir gratulieren herzlich zur Wahl und wünschen viel Freude bei der Ausübung des Ehrenamtes. Herzlichen Dank geht an Lennart Schönemann für die langjährige ehrenamtliche Arbeit.

Die Mitgliederversammlung hat auch beschlossen, dass als nächstes großes Projekt in Nawanyago der Kreissaal erweitert werden und eine Neugeborenen-Intensivstation aufgebaut werden soll. Mehr dazu in den kommenden Wochen.

Seit dem Besuch von Sister Angela konnten wir 19 neue Mitglieder gewinnen und haben damit aktuell 139 Mitglieder. Da Spenden ausschließlich in Projekte in Uganda fließen, finanzieren wir unsere Vereinsarbeit ausschließlich über die Mitgliedsbeiträge, weshalb wir froh über jedes neue Mitglied sind. 

Wenn auch Sie unsere Arbeit unterstützen möchten, hier geht es zum Mitgliedsantrag.

10.07.2025: Rückblick Uganda-Nachmittag mit Sister Angela auf Schloss Schomberg am 5. Juli 2025

Herzlichen Dank an alle Besucherinnen und Besucher, die mit uns einen wunderschönen Uganda-Nachmittag im Park von Schloss Schomberg verbracht haben. Der Wettergott hatte es fast zu gut mit uns gemeint, trotzdem hatten rund 150 Gäste aus Nah und Fern den Weg zum Schloss gefunden und ihr Kommen sicherlich nicht bereut. Im Rahmen der ökumenischen Andacht, gemeinsam geleitet von Herr Dr. Eitel (als Vertretung für die erkrankte Frau Dr. Schnigula-Mörgenthaler) und Andrea Gräfin von Degenfeld-Schonburg, hielt Sister Angela zum ersten Mal eine Ansprache auf Deutsch, in der sie sich für die jahrelange nachhaltige Unterstützung aus Deutschland bedankte. Die Andacht stand unter dem Motto „Freude“ und so war die große Freude aller Beteiligten über die großartigen Verbesserungen der Gesundheitsversorgung in Nawanyago, die Schul-Patenschaften und auch einfach das Beisammensein mit Sister Angela, auch deutlich zu spüren. Danach gab es noch im Kino unterm Tulpenbaum Geschichten und Bilder aus Uganda zu erleben – viele Gäste waren sichtlich beeindruckt über die Erfolge der letzten Jahre.

Insbesondere das Engagement der Firma Rhein-Neckar-Akustik, die bereits zum zweiten Mal mit 4 Personen ein Hörgeräte-Camp in Nawanyago auf eigene Kosten durchgeführt hat, rief bei vielen Gästen große Bewunderung hervor.

Nach einer umfangreichen Bewirtung waren auch unsere Vanille und der Kaffee sowie die reiche Auswahl an ugandischem Kunsthandwerk sehr gefragt. 

Es ist unmöglich, allen Beteiligten einzeln Danke zu sagen, so viele waren am Erfolg dieses Nachmittags beteiligt. Deshalb nur exemplarisch ein herzliches Dankeschön an den Posaunenchor und den Chor Rhythmika, die die Andacht musikalisch begleitet haben. Herzlichen Dank an alle, die zum Gelingen beigetragen haben, egal ob vor oder hinter den Kulissen. DANKE auch an alle Gäste, die auch durch ihre Spenden und Einkäufe mitgeholfen haben, dass unser Nachmittag ein großer Erfolg wurde.

Vorgestellt von Sister Angela wurde auch unser neues Projekt: wir möchten dringend eine Neugeborenen-Intensivstation aufbauen und den Kreissaal erweitern. Wir bitten deshalb herzlich auch um Ihre Spende. Unser Spendenkonto: IBAN DE08 6205 0000 0000 5030 26. Bei Angabe der Adresse erhalten Sie automatisch eine Spendenbescheinigung zugesandt. 

Sister Angela wird noch bis 23. Juli zu Besuch sein und freut sich auf viele weitere Begegnungen in Gemmingen und Stebbach, zum Beispiel in der Praxis Dres. Klimm, beim Schlosspark-Konzert der Musikfreunde Eppingen oder beim Sommerfest der Blaskapelle. Exklusiv für Mitglieder wird es noch eine große Abschiedsparty für Sister geben. Vielleicht nutzen auch Sie diese Gelegenheit um schnell noch Mitglied bei uns zu werden – wir freuen uns auf Sie! Weitere Infos jederzeit unter Tel. 07267 319.

06.06.2025: Uganda-Nachmittag mit Sister Angela

Hinweis zur Anfahrt:

Schloss Schomberg ist auf Google Maps etc. nicht zu finden. Bitte deshalb folgende Anfahrt nutzen:

Auf der Landstraße zwischen (75050 Gemmingen-)Stebbach und (75031 Eppingen-)Richen den Hinweisschildern beim Wäldchen folgen. Parkplätze sind ausgeschildert.

Da die Parkplätze begrenzt sind, am besten Fahrgemeinschaften bilden oder aus der näheren Umgebung mit dem Fahrrad anreisen.

Für alle nicht mobilen Besucherinnen und Besucher bieten wir einen Fahrdienst ab Gemmingen und Stebbach an:

  • Ab Gemmingen – ab 14 Uhr bis 14.30 Uhr beim Parkplatz an der Kreissparkasse. Den Fahrdienst übernimmt das DRK Gemmingen.
  • Ab Stebbach – ab 14 Uhr bis 14.30 Uhr bei der Bushaltestelle am Rathaus. Den Fahrdienst übernimmt die Fahrschule Romig.

Nach der Veranstaltung erfolgt ab ca. 17.30 Uhr die Rückfahrt nach Gemmingen bzw. Stebbach.

An dem Nachmittag werden wir auch wieder neues ugandisches Kunsthandwerk wie Taschen, Tücher, Schmuck verkaufen und erstmals haben wir auch Vanille und Kaffee direkt von den Plantagen in Uganda im Angebot.

Herzlichen Dank bereits heute an alle Helferinnen und Helfer vor und hinter den Kulissen, ohne die eine solche Veranstaltung nicht möglich wäre.

Der Eintritt ist frei – Spenden erwünscht. Der komplette Erlös des Nachmittags fließt wie immer vollständig in unsere Projekte in Nawanyago – mehr dazu beim Uganda-Nachmittag!

Wir freuen uns auf Ihr/Euer Kommen!

20.05.2025: Auswirkungen der großen Weltpolitik auf unser kleines Nawanyago

Der vollkommen abrupte Stopp bzw. die Zerschlagung der US-Entwicklungshilfe USAID  im Februar dieses Jahres hat auch in dem kleinen von unserem Verein unterstützten Krankenhaus in Nawanyago, unmittelbare, verheerende Auswirkungen, die mittelfristig zu einem enormen Anstieg an AIDS-Ausbrüchen und damit einer höheren Sterblichkeit führen werden. Träger des Krankenhauses „Nawanyago Health Centre III“ (kurz HC) ist der Orden der Bannabikira Sisters Daughters of Mary, damit ist das Krankenhaus eine private, „not for profit“ Einrichtung.

Die Belieferung des HC mit HIV-Medikamenten erfolgte bislang nach Bestellung beim spezialisierten Großhändler kostenlos. Außerdem wurden über ein besonderes HIV-Hilfs-Programm bisher die Löhne für 3 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenhauses bezahlt.

In der HIV-/Aids-Abteilung sind ca. 800 Menschen angebunden, wobei alle Altersgruppen vom Säugling bis ins hohe Alter vertreten sind. Je nach Länge und Schwere der Erkrankung müssen diese Patienten alle 2 Wochen bis 3 Monate in die Klinik kommen. Dort werden sie untersucht und es wird dokumentiert, ob das bisherige Medikationsschema passt oder umgestellt werden muss. Anschließend erhält der Patient die verordnete Medikation kostenlos ausgehändigt. Für den Fall, dass weitere Erkrankungen festgestellt werden, muss er für deren Behandlung einen kleinen Unkostenbeitrag zahlen.

Es gibt verschiedenste Therapieschemata, die aus 3 Medikamenten bestehen. Da seit Februar keine Belieferung mit Medikamenten mehr stattfindet, müssen Patienten auf noch vorhandene Medikamente umgestellt werden oder erhalten nicht mehr alle 3 Anteile. Es gibt noch einen Restbestand an Medikamenten, dieser wird nur noch ein paar Wochen ausreichen.

Uns macht die Situation rund um die HIV-Patienten und deren medikamentöse Versorgung große Sorgen, da die Vorräte rapide zu Neige gehen. Durch den Bruch in der Versorgung wird es automatisch zu einer höheren Anzahl weiterer Infektionen und zu einer höheren Anzahl an AIDS-Ausbrüchen kommen, die selbst, falls die Versorgung im Laufe des Jahres wieder besser werden sollte, definitiv zu einer höheren Sterblichkeit führen werden. Es erscheint uns sehr fraglich, dass die ugandische Regierung künftig in der Lage sein wird, kostenlose Medikamente für alle HIV-positiven Menschen in ihrem Land zur Verfügung zu stellen.

Aufgrund der Gespräche und Erkenntnisse beim Besuch der Entwicklungspolitischen Landeskonferenz in Stuttgart Ende April, haben wir zwischenzeitlich für die baden-württembergische Landesregierung einen Sachstandsbericht über die Lage in Nawanyago erstellt. Wir werden über die weitere Entwicklung berichten.

„Alles was ich da gelernt und gesehen und empfunden habe, das hat mich nicht mehr losgelassen“- Wolfgang Niedecken

Dieser Satz beschreibt ziemlich genau, warum es uns heute gibt:

Nach seinem Abitur leistete Florian Kistler aus Gemmingen zwischen August 2012 und Juli 2013 seinen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst im Nawanyago Health Centre, einem kleinen Krankenhaus zur Versorgung von rd. 20. 000 Menschen. Der Freiwilligendienst erfolgte über das „Weltwärts-Programm“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung durch die Entsendeorganisation ICJA e.V. Der Einsatzort wurde zugeteilt und so landete Florian in dem kleinen Krankenhaus. Dieses Health Centre, ohne fließend Wasser und stabile Stromversorgung, machte Florian schnell klar, dass noch viel mehr Hilfe für Nawanyago und seine Bewohner notwendig ist. Seither stehen wir in engem, regelmäßigem Kontakt mit dem Krankenhaus, seiner Leiterin Sister Angela und vielen Mitarbeitern dort. Nach Initiative im Familienkreis konnten wir, dank vieler kleinerer und größerer Spenden, in den letzten Jahren schon helfen, einiges zu verbessern. Da es immer noch viel zu tun gibt, haben wir uns im Jahr 2017 entschlossen, unseren Verein zu gründen. (siehe Projekte). Was uns antreibt, ist neben den erbärmlichen Lebensumständen besonders die Freundlichkeit und Lebensfreude der dortigen Bevölkerung, die Florian und alle Familienmitglieder, die seither vor Ort waren, mit großer Herzlichkeit aufgenommen haben.

„Freundliche Worte sind leicht, Freundschaft ist schwer“

– ugandisches Sprichwort

Was bedeutet „Tusiima“?

Nawanyago liegt im Osten Ugandas, im Königreich Busoga, einem der fünf großen Königreiche im heutigen Uganda. Der dortige Volksstamm, die Musoga, spricht die lokale Sprache Lusoga (eine gewisse Regelmäßigkeit ist zu erkennen, oder?). Florian hat seit seiner ersten Woche in Nawanyago den Spitznamen “Gabula” nach dem König (“Kyabazinga”) von Busoga, Gabula Nadiope IV. Bei der Suche nach einem Vereinsnamen wollten wir unsere Verbundenheit zu den Menschen mit einem Wort auf Lusoga deutlich machen. So fiel die Wahl auf “Tusiima”, steht auf Lusoga für “Fortschritt”.

Transparenz

Transparenz ist uns wichtig. Wir erfüllen die Anforderungen der Initiative Transparente Zivilgesellschaft (ITZ).

Aktuelle Projekte

Unsere Partner

Wir möchten uns bei folgenden Partnern für ihre jahrelange Unterstützung bedanken: